DSL - Breitbandinternetzugang für Ortsnetz das 036422


Das Problem

Ich wohne im Reinstädter Grund. Unser Ortsnetz hat die Vorwahl 036422. Ich besitze ein Modem und blicke neidisch auf die Leute die zum Festpreis mit einer angemessenen Geschwindigkeit im Internet surfen. Ich ärger mich über Zeitabrechnung und kann nur mit einem PC ins Internet. Onlinespiele sind dadurch begrenzt möglich, langsam, teuer und ruckelnd.
Wenn ich eine Überweisung tätige, verdient die Telekom. Wenn ich eine E-Mail schreibe, verdient die Telekom. Wenn ich meinen Urlaub buche, verdient die Telekom. Wenn ich Nachrichten lese, verdient die Telekom.
Wem fällt da etwas auf? Nicht das ich etwas gegen Firmen hätte die Umsatz machen möchten! Ganz im Gegenteil. Aber ich hab etwas gegen Firmen die ihr Monopol schamlos ausnutzen! Ich brauche DAS was in Südkorea(!) schon lange zum Standard gehört.
Die Zukunft! Breitbandinternet!......... DSL!
Oder kennen sie jemand der noch nicht online ist?
(So ein Werbeslogan der Deutschen Telekom)
Ich kenne einige......


Wie wir dazu kamen eine Initiative zu Gründen

Es war Ende August 2005, als ich durch einen Arbeitskollegen von einer Initiative für einen Breitbandinternetzugang in seinem Heimatort erfuhr. Kein Problem dachte ich, das können wir auch. (Man klammert sich ja schließlich an jeden Funken Hoffnung)
Ich besorgte mir die Telefonnummer des Initiators. Der verwies mich an einen Herr H. von der "Deutschen Telekom AG" in Gera. Er verwies mich an seinen Techniker, welcher mir erklärte (selbstverständlich nur mündlich!), dass in unserem Ortsnetz der so genannte "PORT" fehle. Also das Verbindungsstück zwischen unserem Ortsnetz und dem Internet. Unsere Telefonzentrale ist also nicht "DSL-fähig".
Bei der Telekom Hotline bekam ich immer die Fehlermeldung: "Im Moment sind keine Ports verfügbar."
Hoffnung!!!! Diese Techniker erklärte mir dann aber noch, dass man an diesen PORT mindestens 50 Personen anschließen müsse sonst würde er nicht funktionieren. Ich dachte sofort: "Der meint bestimmt das wäre wirtschaftlich sinnvoll. Aber gut was soll es. Um auf Nummer sicher zu gehen besuchte ich den T-Punkt unseres Vertrauens in Jena. Der nette Verkäufer erzählte mir nicht nur das Gleiche, nein er sagte sogar: "In meinem Heimatort wurde das auch gemacht. Mit Erfolg! Wir waren circa 70 Personen."  Nun gut die Initiative hatte gute Aussicht auf Erfolg. Los geht`s!


Nun kam das "Klinkenputzen"

Ich begann also mit dem Sammeln von Anträgen. Ich plakatierte die Dörfer, verteilte Vordrucke und begann mit Klinkenputzen (wie es so schön bei uns heißt). Die Begeisterung war riesig. Wir waren zuversichtlich. Es meldeten sich bei mir 93 Interessenten, die sofort einen DSL-Zugang haben wollten. Alles Gleichgesinnte, die das ewige Warten satt hatten.


Ab zur Deutschen Telekom

Ich schickte also die 93 Anträge auf einen DSL-Anschluss an die "Deutschen Telekom AG" am 04.02.2006. Nun kam der schwierige Teil. Die Bearbeitung bei der Telekom und das Warten Warten Warten...


Was Nun?:

Am 03.03.2006 hatte ich genug vom Herumsitzen und ewigen Warten. Ich rief bei der Telekom an. Nach sensationellen 14Minuten in der Warteschleife sagte man mir, es sei noch in der Bearbeitung. Nun gut dann warten wir halt noch ein bisschen länger. Dachte ich zumindest. Schon am nächsten Tag kam ein Brief.
Ein Wunder? Nein eine Standardabsage ohne ausgefüllte Kopf- bzw. Fußzeile. (Telekom Brief 1 ca. 700kb
Der Brief begann mit dem Satz :"Nach intensiver Prüfung...". Was sollte das denn jetzt?
Kein konkreter Grund, kein Eingehen auf die vielen Anträge, nichts! Stattdessen bieten sie mir DSL via Satellit. Die Flatrate würde ab April 2006 voraussichtlich 79,95 monatlich kosten. Die Hinleitung würde dabei allerdings über die Telefonleitung funktionieren, was bedeuten würde: die Leitung ist besetzt, wenn man keinen ISDN-Anschluss hat, der noch mal zusätzliche Kosten verursachen würde. Na Klasse! Also schicke ich erneut einen Brief an die Telekom! (hier klicken ca. 500 kb)
Diesmal dauerte es nur ein paar Tage bis die Antwort kam. Die Antwort war verblüffend (Telekom Brief 2 ca. 200kb).
Darin wurde geschrieben man könne mir keinen vergünstigten Tarif für T-DSL via Satellit anbieten. Das wollte ich doch nicht. Was mich aber wunderte: "Was ist aber mit den anderen 92 Antragstellern?" In dem Brief wurden sie nicht erwähnt.
Ich rief die Telekom an. Nach einigen Minuten in Warteschleifen wurde ich endlich mit Frau Quanz verbunden, die den letzten Brief der Telekom im Auftrag unterschrieben hat. Ich stellte klar, das ein Sondertarif nicht der Grund meines Schreibens und Bemühens war und ist, sondern der Ausbau der Telefonzentrale in unserem Ortsnetz! Sie entschuldigte sich für die Aussagen von Herr H. und fügte hinzu, dass dies nicht die gängige Art der Deutschen Telekom sei. Ich möchte Frau Quanz an dieser Stelle lobend erwähnen und für ihre Mühe danken. Denn sie versprach mir, sich um unsere Angelegenheit zu kümmern.
Am 23.03.2006 bekam ich von ihr einen Brief (Telekom Brief 3 ca. 230kb ). Sie forderte mich auf, ihr nochmals alle Namen und Telefonnummern der Interessenten zu zuschicken, um sie in die Interessentendatenbank einzutragen.
Was ist eigentlich mit unseren Anträgen??? 
Ich rief wieder bei der Telekom an. Langsam wird es nervig!
Dabei wäre es ratsam zu erwähnen, dass sie mir keine Durchwahl gegeben hat, sondern immer nur Hotline Nummern!) Ich gab Frau Quanz noch einmal alle Telefonnummern durch um sie mit der Datenbank abzugleichen. Nach dieser Datenbank wird dann eine Kosten-Nutzen
-Rechnung erstellt. Dann wurde mir gesagt:" Das Ergebnis dieser Rechnung darf ich ihnen nicht mitteilen, da es sich um interne Planungen des Konzerns handelt." und: "Mehr können sie da jetzt nicht tun. Wir prüfen das. Auf Wiederhören."

Was nun???? Warten? Wie lange?  Was sollen ich bzw. die anderen 92 Antragsteller nun machen? Wenn Sie\Ihr Vorschläge oder Rat für mich habt, sendet bitte eine Email an folgende Adresse:

danke-t-offline@gmx.de
 


Nun noch mal kurz zu meiner persönlich Meinung:

 
Die Deutsche Telekom ein milliardenschwerer Konzern (siehe Bilanz 2005) bombardiert uns mit Werbung, für ein Produkt das nur in Städten und Ballungsräumen verfügbar ist. In ländlichen Gebieten fehlt es an Alternativen.
Willkommen im "Tal der Ahnungslosen" oder wie "Der Spiegel" am 27.Februar 2006 titelte Leben in der Surflücke.
Die Alternative T-DSL via Sattelit ist zu teuer und technisch für Privatanwender nicht sehr reizvoll. Vor allem wenn man mit mehreren PC`s ins Internet möchte. Besonders enttäuscht bin ich von der Politik unserer Bundesregierung. Ich erinnere mich da immer an Worte wie z.B. "Freie Marktwirtschaft oder Chancengleichheit". Und was nun? Frau Merkel unterstützt auch noch das Monopol der Deutschen Telekom. ("Finanz Nachrichten.de" vom 09.03.2006 "CEBIT/Merkel unterstützt Telekom bei neuem Supernetz")
Und zum Dank gibt es beim neuen Netz "VDSL" auch noch jede Menge Steuergelder zur Unterstützung. Und das, obwohl die EU sagt bei der Gesetzgebung für den Telekom-Sektor einen "protektionistischen, wettbewerbsfeindlichen" Kurs einzuschlagen.Wo ist denn da unsere freie Marktwirtschaft?
Die Deutsche Telekom hat stattdessen nichts Besseres zu tun, als sich mit Prestigeobjekten zu profilieren wie z.B. WLan-Hotspots und die Übertragung der Fussball WM auf Handy. Sie preisen plötzlich das, von ihnen selbst geprügelte, Glasfasernetz als technische Revolution an. Aber investiert wird ja nur, wenn die Deutsche Telekom wieder einmal das Monopol übernimmt. Da steht kein Kundeninteresse im Vordergrund! Wenn das Netz, vom Staat bezahlt, von der Telekom finanziell ausgequetscht kommt, dann vorerst nur in den 50 größten Städten. Denn so heißt es in einem Brief der Deutschen Telekom an mich:
"Die Deutsche Telekom bietet entsprechend Ihres Infrastrukturauftrages eine flächendeckende Grundversorgung an. T-DSL gehört nicht zur Grundversorgung und wird auch nicht flächendeckend von der Deutschen Telekom angeboten."

Ich möchte mit dieser Seite alle Bundesbürger ansprechen! Auch und vorallem diejenigen für die es selbstverständlich ist, zum Festpreis im Netz zu surfen. Denn selbst wenn sie einen Breitbandinternetzugang haben sollten sie einen Blick ins Ausland werfen. Weltmeister im Breitbandinternet sind die Südkoreaner! Ja sie haben richtig gelesen! Bereits I

im Januar 2005 kamen in Korea auf 100 Einwohner 25 Highspeed Anschlüsse. Wo ist Deutschland dank der Deutschen Telekom? Es kommt aber noch besser. Denn schon  im Jahr 2005 gab es bereits in Japan ein Glasfasernetz! Ja genau Glasfaser! Genau das, was uns die Deutsche Telekom als technische Revolution verkauft! Die Zukunft! Breitbandinternet!.....VDSL!


Bei Kritik oder Anregungen für die "Deutsche Telekom" bitte an folgenden Kontakt wenden, den ich auch genutzt habe:

T-Com Kunden Niederlassung Mitte-Ost
Postfach 900102
99104 Erfurt

Betreff: PK NL Mitte-Ost, BO Gera, Team21

Tel:0365/8200